Zusammenarbeit mit Stefan Sagmeister
works against me
„Being not truthful works against me“ („Nicht aufrichtig zu sein arbeitet gegen mich“) ist Teil einer Liste in Stefan's Tagebuch mit dem Titel: „Things I have learned in my life so far“. Wie die meisten Aphorismen bedarf auch dieser Grundsatz ständiger Bekräftigung. Man kann allerdings angesichts einer solchen Aussage auch geteilter Meinung sein und nicht nur unsere Vorstellung von „Wahrheit“ hinterfragen sondern auch den Wert, Aufrichtigkeit zur Maxime zu erheben. In diesem interaktiven Bild geht es sowohl um die Angreifbarkeit einer solchen Position als auch um die ständige Anforderung, sie aufrecht zu erhalten.
Tut es das?
Der Satz ist in ein virtuelles Spinnennetz gewoben. Sobald ein Betrachter daran vorübergeht zereißt er es, wo immer sein Abbild es berührt. Jedoch baut es sich jedes mal wieder auf. Diese zerbrechliche Konstruktion thematisiert metaphorisch die Anfälligkeit einer solchen Maxime und die Mühe, sie aufrecht zu erhalten. Sie wird von jedem hinterfragt, der an ihr vorübergeht und sie dabei beschädigt. Diese erste physische Konfrontation lädt zu weiterer Auseinandersetzung mit dem Statement ein.
Aufbau der Installation
Der technische Aufbau besteht im Wesentlichen aus einem Computer, an den eine Kamera und ein Projektor angeschlossen sind. Die Kamera nimmt die Betrachter auf und eine Software auf dem Computer integriert dieses Video-Input in die simulierte Physik eines virtuellen Spinnennetzes. Der Projektor zeigt das Netz zusammen mit einer Repräsentanz der Betrachter.
Bilder - Installation
Bilder - Stills
Video
Being not truthful - Quicktime (24 MB)
Being not truthful - Quicktime (9 MB)
Ausstellungen
Austrian Cultural Forum, New York (Frühling 2006)
CT3, Sibiu, Rumänien (Juli 2007)
Belgrad, Serbien (Juli 2007)
Type Directors Club New York in München, Deutschland (Juli 2007)
NLB Galerija Avla in Ljubljana, Slovenien (November 2007)
Deitch Gallery, New York (Februar 2008)
Beteiligte
Konzept, Gestaltung: Ralph Ammer, Stefan Sagmeister
Programmierung: Ralph Ammer
Technische Unterstützung: Stephan Huber
Gestalterische Unterstützung: Matthias Ernstberger